Information durch den O.M.J. Ververbindungsmann, bzw. Farbkanarien-Spartenleiter Gerald Bründl

Neuerungen nach Beschlüssen anlässlich des C.O.M./O.M.J. Treffens in Palaiseau / Frankreich im Mai 2013


Eine wichtige Änderung gab es bei den Positurkanarien hinsichtlich der Anerkennung von Stämmen, bei den Weltausstellungen. Es gibt eine Erweiterung um eine Scheckenschauklasse bei den Positurvögeln. Schon in Bari werden außer reine Lipochrom bzw. reine Melaninstämme, auch zwei Schecken-Schauklassen zugelassen sein. Eine Klasse mit mehr Melaninanteil als Lipochromanteil. Und eine zweite Klasse für Scheckenstämme, die flächenmäßig mehr Lipochrom als Melaninzonen zeigen. Das gilt natürlich nur für Vögel die grundsätzlich als Schecken zugelassen sind.

Bei den Lipochromstämmen wird ein kleines Restmelanin in den Hornteilen (Schnabel,Beine/Krallen) geduldet.

Ebenso wurden folgende Schauklassenerweiterungen bei Farbenkanarien beschlossen:

Eine Trennung der Typ:1 und Typ:2 Mosaikvögel bei: schwarz, braun, achat und isabell sowie bei deren Spielarten in: opal, pastell und die satinet Vögel.

Bei den Topasen wird nur eine Trennung in den Achatschauklassen nach T.1 und T.2 vorgenommen.

Diese genannten Erweiterungen bei den Farbkanarien werden schon bei der C.O.M.-Schau in Bari Anwendung finden.

Der Änderungsantrag, die Bewertungsposition: „Gesamteindruck“ durch „Kondition“ zu ersetzen, wurde vom DKB/AZ gestellt. Dieser Vorschlag wurde von den Delegierten ebenfalls angenommen. Erfolgt in dieser Position ein Punktabzug, muss dieser zukünftig schriftlich begründet werden. Schon in Bari soll danach verfahren werden.

Eine weitere Änderung, die Lipochromvögel bei den Farbenkanarien betreffend, war die Anhebung der Bewertungsposition: „Kategorie“ auf 30 Punkte. Folglich wurde die Position: "Lipochrom" um 5 Punkte abgesenkt. Diese Änderung wird erst Zuchtjahr 2014- 2015 zur Anwendung kommen.

Die FK Variante "urucum" wurde anerkannt und ist somit bei der C.O.M. ausstellungsberechtigt. Das sind jene Lipochromkanarien, die rot-orange Schnäbel haben. Zumindst zu Anfang hatten die Vögel doch beträchtliche Probleme mit der Vitalität, dass dürfte sich inzwischen doch gebessert haben. Bei uns in Europa sind diese Vögel kaum wo zu sehen. Der Großteil dieser Zuchttiere dürfte sich nach meinen Informationen in Brasilien befinden.

Ich getraue mich zu behaupten, dass diese Farbspielart wohl keine sehr große Anhängerschar bei uns finden wird.

Der Farbschlag "isabell-topas" wurde ebenfalls von den Delegierten anerkannt. Diese Vögel werden aber erstmals im nächsten Zuchtjahr 2014, bzw. bei der Weltschau 2015 in Holland in Konkurenz gehen können. Dem Farbschlag "jaspe" wurde eine weitere Chance zur Anerkennung in Bari gewährt.

Ein neuer Melaninvogel zur Anerkennung bei der C.O.M., wurde von Brasilien vorgestellt. Es handelt sich dabei um Kanarien mit dem Namen: "mogno".

Eine Neuerung betreffend die Spesenabgeltung, für Preisrichter die bei Weltausstellungen bewerten, gibt es auch. Das ohnedies niedrige "Taggeld" von 3x20€, plus 2x20€, für die An und Abreise wurde gestrichen. Es wurden ev. steuerliche Probleme für die Preisrichter angeführt, was wohl nur ein Scherz sein kann. Es wurde jedoch zugesichert, dass den Preisrichtern dafür angemessene Hotelzimmer zur Verfügung gestellt werden.


Ob damit auch Einzellzimmer gemeint sind, geht aber aus dieser Mitteilung nicht hervor. Immerhin wird den O.M.J.-Preisrichtern jetzt aber auch die Möglichkeit gegeben, mit dem Flugzeug anzureisen und diese Reisespesen werden zur Gänze rückerstattet.


Wie auch immer, ich werde mich auf den Weg machen, um meine 9. Weltausstellung in Bari, Sektion: G (europ. Fauna) zu bewerten, mit oder auch ohne Taggeld. Prämieren kann wie Vogelzüchten, eben auch Leidenschaft und Passion sein.