Bericht des O.M.J. Verbindungsmannes (O.M.J. Kommunikation)

der C.O.M. Austria 2011

 

Nicht immer ist in den vorausgegangen Jahren alles nach Wunsch gelaufen, was die internationalen Aktivitäten Österreichs in der C.O.M. betreffen.

Das vergangene Jahr hat sich in vielen Fällen als das wohl ärgerlichste und für mich auch deprimierendste  in der Vergangenheit dargestellt.

Die zwei von mir zur Fachgruppen-Tagung angemeldeten Preisrichter für Farbkanarien und Exoten sind letztendlich trotz der reservierten Zimmer in Frankreich unentschuldigt nicht angereist. Ich habe keine Nachricht erhalten, die mir die Möglichkeit gegeben hätte, die österreichischen Experten von der Teilnahme abzumelden.

Ich hab erst im deutschen „Vogelfreund“ Wochen später lesen können, dass keine österreichischen Teilnehmer anwesend waren.

Alle drei Ö.K.B. Preisrichter (2 BW + 1WS) die für die internationale Prüfung angemeldet waren, sind ebenfalls nicht zur Prüfung angetreten.

Eine Entschuldigung war erst möglich, als die Prüfungstermine und der Fragenkatalog schon feststanden, bzw. ausgearbeitet waren. Die Prüfer und Kandidaten waren nominiert und die Örtlichkeiten in den Novellen  schriftlich festgehalten. Mir oblag es nur zeitlich gesehen, späte, teils sehr peinliche Entschuldigungen zu schreiben. Eine Aussage, dass es in einem Jahr zu C.O.M. Prüfungen bei der R.Ö.K. Bundesschau in Wels kommen sollte, wurde von Kollegen Rotzetter aus der Schweiz nicht bestätigt. Er schrieb mir, wir müssten uns deswegen an den O.M.J. Sekretär Paparella wenden, was ganz einfach wieder das ganz normale Anmeldungsprozedere bedeuten würde.

Ich kann mir eine neuerliche Anmeldung dieser Kandidaten für nächstes Jahr nicht vorstellen. Die Entscheidung darüber obliegt aber der Preisrichtersektion, bzw. dem Vorstand.

Ich hab auch gehört, dass auch Herr Huber vom R.Ö.K. einen oder mehrere Kandidaten zur O.M.J. Prüfung anmelden wird.

Gibt es gar keine C.O.M. Austria, bzw. Beschlüsse und Richtlinien mehr?

Von Seiten der C.O.M. war im Frühling 2011 ein Fragenblock in den Novellen zu finden, in dem ersucht wird von den nationalen C.O.M.-Verbänden Stellung zu nehmen. Ich hab diese Fragen französisch/deutsch (gratis) übersetzen lassen und mir erlaubt meine persönlichen Meinungen dazu, zur erhofften Beschleunigung des Ablaufes mit angefügt. Es sind sehr interessante Fragen auch zur Mitbestimmung der nationalen Verbände gewesen. Weiters zur eventuellen Abhaltung von Europameisterschaften, Spartenweise getrennt oder gesamt, usw.

Ich hab es dem Ö.K.B. Vorsitzenden und dem Preisrichterobmann gesandt.

Kollege Reizelsdorfer hat mir in einer E-Mail geschrieben, es werden die Fragen in einer C.O.M.- Austria Sitzung behandelt, weil es darüber hinaus auch zu einer Diskussion über neue Transportkäfige zur W.M.-Beschickung kommen wird.

Ich war sehr zufrieden. Aber es kam auch im Jahr 2011 zu keiner C.O.M.- Austria Sitzung, daher auch zu keinen Antworten seitens Österreichs. Oder vielleicht doch, vom R.Ö.K. alleine? Ich weiß es nicht.

Es stand nun die nächste Expertentagung der C.O.M., bzw. der O.M.J. an. Diese war aber gar in Südspanien, dem Austragungsort der Weltausstellung angesetzt. Da wir in diesem Jahr keine Preisrichteranforderung der Sparten Fauna Europa oder Mischling hatten, hätte ein Preisrichter vom Flughafen Wien oder München anreisen müssen.

Ich habe mich mit dem Preisrichterobmann abgesprochen und versprochen bei der Tagung teilzunehmen, wenn es irgendwie möglich wäre. Meine Fluganfragen haben mich aber von meinem Vorhaben abgebracht.

Ein für dieses Datum passender Flug wäre nur über London mit einem Zwischenstopp von 7 Stunden möglich gewesen. Die Gesamtkosten mit Nächtigung hätten ca. 1000- 1200 € ausgemacht.

Ich habe daraufhin auch mit Kollegen Opfolter gesprochen, weil dieser ja vor Ort gewesen wäre und wir dadurch wesentlich an Kosten sparen hätten können. Kollege Opfolter hat aber zurecht daraufhingewiesen, dass in der Ausschreibung ein französisch sprechender Fachpreisrichter angeführt war.

Ich habe daraufhin die österreichische Teilnahme abgesagt, mit dem Zusatz, dass es seit einigen Jahren schon als zweite offizielle „Amtssprache“ in der C.O.M. englisch gäbe.

Als Preisrichter bei der WM waren für Harzer-Roller, Kollege Reiter und für GS Kollege Donnerbauer im Einsatz. Ich danke euch für die bereitwillige Zustimmung. Als Reservepreisrichter waren die Wiener Kollegen Sieberer und  Jochmann gemeldet.

Zur internationalen C.O.M. Schau in Udine, waren die Kollegen Reizelsdorfer, Donnerbauer, Oberdorfer und Bründl namentlich eingeladen worden.

Was mir noch Sorgen macht ist, dass der ÖKB keinen offiziellen Transportbegleiter stellen konnte, Kollege Huber ist vom RÖK, Herr Tibor Gyerko ist aus Ungarn und auch im Katalog als ungarischer Transportbegleiter angeführt, was auch in Ordnung ist, aber dieser seidene Faden an dem der Vogeltransport hängt, sollte uns rechtzeitig zu denken geben.

Ich darf mir noch erlauben darauf hinzuweisen, dass die Schweiz 166 Vögel mehr  ausgestellt haben als wir, die Türkei zweieinhalb Mal so viele wie die österreichischen Züchter.

Beide Länder haben auch mehr Medaillen gewonnen als Österreich.

Ich wünsche Euch und auch mir mehr Aktivität auf internationaler Ebene im nächsten Jahr, damit wir nicht ganz den Anschluss verlieren.

Liebe Grüße

Gerald Bründl