Neuigkeiten und Beschlüsse der Expertentagung in Cervia -2016, der Sektion D, Farbkanarien.

Erstellt vom Spartenleiter für Farbkanarien, Gerald Bründl

 

Alle Änderungen haben mindestens 4 Jahre Gültigkeit.

Antrag Italien Mosaikkanarien:

Bei Melaninvögeln sollen bis zu 2 farbige Federn toleriert werden. Jedoch keine Vergabe von derzeit maximalen 95 Punkten. Bei der Schwanzwurzel ist etwas Farbe zu tolerieren.

Bei Lipochromvögel  sind farbige Flügelfedern (bei Siegervögeln) nicht zu tolerieren, da es hier schon genügend fehlerfreie Vögel geben sollte.

Bei Weißflügel-Kanarien sollte mehr „zitron Faktor“ sichtbar sein als bei normalen Lipochromvögeln mit durchgefärbtem Großgefieder.

Was heißen soll, dass man sich schon bei der Auswahl der Zuchtvögel darauf achten muss, ob man durchgefärbte oder weißflügelige Vögel züchten will.

Bei der Bewertung mit dem Tablettcomputer waren bisher 88 Punkte vorgespeichert, in Zukunft wird hier auf 90 Punkte umgestiegen. Was angesichts der Situation von der Höchstpunktezahl von 95 auch sinnvoll erscheint.

Spanien will einen gelbschnäbeligen Lipochromvogel einführen. Vorerst nur bei Aufgehellten Vögeln, danach eventuell auch bei Achat-Kanarien.

Es wird festgehalten, dass die Standartbeschreibung bei verdünnten Vögeln zwar fein und unterbrochen vorschreibt, diese aber bei Mosaiken nicht so fein sein kann wie bei intensiven FK. Es bleibt bei einer Steigerung von: intensiv zu schimmel, bis hin zu mosaik.

Unverdünnte Melaninvögeln (schwarz und braun) brauchen keinen azul-Faktor. Es darf hier sichtbares Phaeomelanin vorhanden sein. 

In den Melanin Reihen: opal, jaspe und Grauflügel, soll in Zukunft eine Farbfütterung im Nest unterbleiben. Das fördert einen besseren Effekt des Melanins. Die Änderungen betreffen  intensive und schimmel Vögel, da Mosaiken natürlich auch bisher im Nest nicht farblich forciert wurden. Um gelb im Großgefieder zu vermeiden, soll eine Selektion in Richtung von mehr Melaninansammlung in diesen Bereichen erfolgen. Es wird erst ab der nächsten Zuchtsaison bei den Bewertungen berücksichtigt, da derzeit bei den Jungvögeln natürlich keine Änderung mehr möglich ist.

Vorschlag Frankreich: da der „Mogno Kanarie“ vermutlich in zwei Jahren in der C.O.M. aufgenommen wird, sollte jetzt schon eine deutliche Unterscheidung zum bisherigen schwarz-opal eingeschlagen werden. Beim opal-Vogel bleibt das „alte“ Zuchtziel von grau-blau bestehen, es wird daher ein deutliches „opalisieren“ verlangt. Während beim Mogno die Beschreibung der Malaninfarbe grau-schwarz heißen wird.

Die Farbbenennung beim isabell-opal wird im Standard mit: feiner aber deutlichen Zeichnung in perlgrau festgelegt.

Vorschlag Spanien: Aufnahme des isabell-jaspe Kanarienvogels in die C.O.M.

Es waren jedoch weder Vögel, noch Fotos von diesen Tieren zur Tagung mitgebracht. Nach langer Diskussion und dem Einwand des Spezialclubs  für jaspe-Kanarien aus Frankreich, diese Vögel seien noch nicht ausgereift, wurde vorgeschlagen, dass Spanien eine vorläufige Standardbeschreibung erstellen soll und danach bei dem Weltausstellungen diese Vögel präsentieren soll.